„10 Tage Vorrat” klingt nach einer klaren Ansage. In der Praxis ist die häufigste Fehlerquelle nicht die Menge, sondern die Auswahl. Drei Fehler sehen wir immer wieder.
Fehler 1: Nur Trockenware, kein Wasser-Konzept
Nudeln und Reis sind sinnlos, wenn Sie sie nicht kochen können und kein Wasser dafür haben. Ein Notvorrat braucht zuerst ein Wasser-Konzept — Lagerung, Filterung oder beides —, danach erst Lebensmittel, die ohne Kochen essbar sind.
Fehler 2: Kein Verfallsdatum im Blick
Ein Vorrat, den man einmal kauft und nie wieder anschaut, ist nach fünf Jahren eine Kiste mit abgelaufenen Rationen und leeren Batterien — und ein falsches Sicherheitsgefühl. Ein jährlicher Check ist Teil des Vorrats, nicht optional.
Fehler 3: Strom als Voraussetzung
Viele „Notvorräte“ bestehen aus Dingen, die eine funktionierende Kühlung oder Kochplatte brauchen. Das BBK ist hier eindeutig: Alles sollte auch ohne Strom nutzbar sein.
Was wirklich hinein gehört
- 2 Liter Wasser pro Person und Tag (Lagerung + Aufbereitung)
- Lebensmittel nach BBK-Pyramide, ohne Kochen verzehrbar
- Licht und Information ohne Stromnetz
- Erste-Hilfe-Set und Hygieneartikel
- Dokumente wasserdicht griffbereit